Die Geschichte vor dem Hotel

Als die Pioniere der Keramik hier zu Gast waren

Die Hauptfassade des Hotel de Charme Laveno erzählt die Geschichte von der industriellen und handwerklichen Vergangenheit dieses Gebäudes, das einst als eine der wichtigsten Keramikmanufakturen galt. Revelli, Caspani und Carnelli gründeten im Jahr 1856 die italienische Gesellschaft für Keramik (Societa Ceramica Italiana – S.C.I.), welche stets unter der künstlerischen Leitung großer Persönlichkeiten stand und durch die Kreation verschiedenster Objekte weltweit bekannt wurde. Die Übernahme der Firma Lavenese durch das Unternehmen Richard-Ginori im Jahr 1965 begünstigte nicht nur den Export der Teller nach Übersee, von nun an schmückten diese auch die eleganten Tische der großen Schiffe.

Ausgangspunkt für dieses unternehmerische Abenteuer waren das Rohmaterial und das Geschick der Handwerker, wirklich bestimmend für den Erfolg war jedoch das Genie der verschiedenen Künstlerpersönlichkeiten. In diesem kontinuierlichen Strom der Inspiration steht das Werk des künstlerischen Leiters Guido Andlovitz im Dialog mit den Gedanken des großen Designers Giò Ponti, welcher schon vor der Fusion für Richard-Ginori tätig war.

Mit kreativem Ehrgeiz hat er die Kunst der Keramik zu etwas Großem gemacht.
Guido Andlovitz

Seit den frühen 20er Jahren war Andlovitz der künstlerische Leiter der S.C.I. und machte die Keramik zu seiner künstlerischen Ausdrucksform. Die lokale Tradition als Basis, entwarf er raffinierte Modelle mit elegantem Charme.

Eine Keramikerin, die in keine Schublade passt: Sie bricht alle Regeln, um einzigartige Werke zu kreieren.
Antonia Campi

1947 wurde sie als Mitarbeiterin eingestellt und gleichzeitig von Andlovitz bemerkt. Er ließ ihr die künstlerische Freiheit, neue Formen zu entwerfen. Von den weichen plastischen Linien ihrer Objekte lässt sich die kreative Experimentierfreudigkeit ablesen.

Ein Künstler, der die klassischen Elemente der Kunstkeramik zurückbringt.
Angelo Biancini

Er bewies als Mitarbeiter der künstlerischen Leitung sein Können in der Bildhauerei jeglichen Formats. Seine Werke sind geprägt von plastischen Formen und einer Varianz der Farbpalette.

Seine Werke verliehen der S.C.I. einen Hauch von Jugendstilcharme.
Giorgio Spertini

Bekannt für seine hochwertige Dekorationskunst, führten ihn seine Wege von 1877 bis 1907 zur S.C.I.. Seltene Beispiele der Jugendstilkeramik stammen aus seiner Feder. Die Hauptfigur seiner Werke ist eine blau emaillierte Vase mit goldenem Rahmen, die im Keramikmuseum von Cerro ausgestellt ist.

Der Keramikmaler mit einer Leidenschaft für Blumen.
Giancarlo Jacopini

Er war von Ende des 19. Jh. bis Anfang des 20. Jh. Teil der S.C.I. und prägte diese Zeit mit floralen Elementen und Stillleben. Seine Werke werden heute im Keramikmuseum von Cerro aufbewahrt.

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